Mode fair produziert – die aktiven Großmütter zuhause und in Indien

Im letzten März war ich wieder einige Tage in Indien und habe unser Frauenprojekt besucht.

Eine besonders große Freude,  ist zu sehen, wie das Projekt es den Frauen ermöglicht, ein eigenes Einkommen zu generieren. Das stärkt deren Selbstbewusstsein. Darüber hinaus verschafft es ihnen eine angenehme Arbeit. Ihr Arbeitsplatz ist luftig und geräumig  und sie arbeiten ohne Druck und Stress. Durch das verdiente Geld können sie dafür sorgen, dass ihre kleine Babys gesund und versorgt sind und ihre größeren Kinder ohne Nebenstress in die Schule gehen können.

Obwohl offiziell alle Kinder in Indien zur Schule gehen können und müssen, ist dies leider nicht immer der Fall. Viele Kinder, besonders die auf dem Land, müssen nebenbei hart arbeiten. Sie gehen zwar in die Schule, sind aber oft erschöpft und müde.

Ein weiteres Problem sind die Schulen selbst. Überfüllte Klassenzimmer, fehlende Lehrer und unhygienische Bedingungen sind die häufigsten Beschwerden. Dies kann dazu führen, dass die Eltern entscheiden, ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken.

Schulbildung ist für die Kinder wichtig, denn sie ist ein Weg aus der Armut und zur politischen Gerechtigkeit. Wenn die Eltern nicht mehr um das Existenzminimum kämpfen müssen, haben sie die Kraft, sich um das Wohlbefinden ihrer Kindern zu kümmern. Solche Projekte wie unsere Frauengemeinschaft können ein Stück dazu beitragen.

 

 

Jetzt bin ich Großmutter.

Seit Oktober vorletzten Jahres bin ich Großmutter.  Diese neue Rolle bringt einige Veränderungen mit sich – vor allem in meiner Einstellung und bei meinen Prioritäten.

Wie fühle ich mich als Großmutter?

Ich werde oft gefragt, ob ich mich nicht älter fühle, jetzt da ich Großmutter bin. Ich muss dazu sagen, dass, wenn ich den kleinen Emil anschaue und ihn in die Arme nehme, ich mich fast jünger fühle als je.  Seine frische, lebendige Energie steckt an! Es wird mir schwer fallen, meinen Enkel nicht zu verwöhnen. Ich glaube, er hat jetzt schon erkannt , dass er seine Oma um den Finger wickeln kann.

Durch die große Freude mit meinem ersten Enkel hat meine Arbeit noch mehr Sinn bekommen. Es ist mir noch wichtiger, etwas zu tun, was unsere Welt ein kleines Stück verbessert.

Die aktiven Großmütter

Als aktive Großmutter stehe ich nicht allein. Es gibt viele ältere Unternehmerinnen, die ähnlich arbeiten wie ich, und zwar in der ganzen Welt.

Mir scheint sogar, es ist eine richtige Bewegung im Gange. Viele Großmütter wollen aktiv im Leben stehen, zum Wohlergehen ihrer allerliebsten Enkelkinder beitragen, aber auch zur allgemeinen gesellschaftlichen und sozialen Situation.

In Deutschland gibt es jetzt „Granny Aupair“, eine Organisation, die die Erfahrungen und fundierten Kenntnisse der Generation 50+ dort vermittelt, wo sie für andere Menschen die Welt ein Stück besser machen können. (https://www.granny-aupair.com/de/granny/home)

In England gibt es die „Granny cloud“, eine Gemeinschaft von Omas, die Kindern in Indien via Skype Unterricht geben. Vor ca 3 Jahren gegründet ist sie jetzt weltweit aktiv. https://www.theschoolinthecloud.org/about/

https://www.theguardian.com/education/2015/aug/02/sugata-mitra-school-in-the-cloud

Sogar die Großmütter in Indien gehen wieder zur Schule – sie möchten mehr Verantwortung in der Gemeinschaft tragen. Als Kinder hatten sie nicht die Möglichkeit, in die Schule zu gehen. So holen sie das jetzt nach. Zitat: „Es ist schön, mit den anderen älteren Frauen im Dorf zu sitzen und zu lernen. Ich kann jetzt mit meinem Namen unterschreiben und ein wenig lesen und schreiben. Es fühlt sich gut an“ http://news.trust.org/item/20170306110629-p8lcv

Dank meinem entzückenden Enkel Emil gehöre ich nun auch zu diesem ehrwürdigen Kreis von Großmüttern – ein recht abenteuerlustiger Kreis.

 

Grüße, Edith Sassen

 

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