Archiv der Kategorie: Reisen

Mode-fair-produziert: Eine Verlobung in Indien – Eine unserer Mitarbeiterinnen wird bald heiraten!

Immer wenn ich unsere Werkstätten in Indien besuche, erlebe ich sehr interessante Ereignisse bei unseren Mitarbeiterinnen. Dieses Mal war es die Verlobung unserer Co-Managerin, Padma.

Die Beziehung zwischen Mann und Frau beginnt in Indien meist etwas anders als bei uns in Europa. Liebesheiraten sind selten, denn die Familie bestimmt überwiegend, wer wann wen heiratet.

Seit ein paar Jahren verfolge ich die Beziehung einer unserer Mitarbeiterinnen. Seitdem sie 14 Jahre alt war, ist sie unsterblich verliebt……….. das ging aber bisher nur heimlich, denn sowohl ihre Eltern als auch die Eltern des Jungen waren mit dieser Verbindung nicht einverstanden.

Mode-fair-produziert: Eine Verlobung in Indien – Eine wunderschöne Braut! Eine unserer Mitarbeiterinnen wird bald heiraten.

Das Drama zog sich über viele Jahre, doch nun haben die beiden ihre Familien endlich überzeugen können, der Verbindung zuzustimmen. Sie haben wirklich sehr um ihre Liebe gekämpft. Erst die Drohung, sich ohne Erlaubnis der Familien zu trauen, hat endlich die ersehnte Zustimmung gebracht.

 

Mode-fair-produziert: Eine Verlobung in Indien – die Gäste in wunderschönen Farben

Viele junge Menschen gehen sogar in den Freitod, weil sie mit der Partner-Wahl der Familie nicht glücklich sind, oder auch, weil sie schlicht überhaupt nicht heiraten wollen.

Umso mehr hat uns alle gefreut, dass jetzt endlich mit diesen Beiden, nach so vielen Jahren, offiziell Verlobung gefeiert werden konnte. Wir waren alle eingeladen und haben uns fröhlich in ein paar Autos gequetscht, um der Zeremonie beizuwohnen. Die Braut war wunderschön!

Ich habe ihrem Bräutigam das Versprechen abgenommen, dass seine Frau weiterhin bei uns arbeiten darf. Das ist nicht selbstverständlich, aber ich bin überzeugt, dass diese zarte, aber so starke Frau Familie und Beruf gut unter einen Hut bringen wird.

 

Mode-fair-produziert: Eine Verlobung in Indien – überall bezaubernde Farben.

 

herzliche Grüße, Ihre Edith Sassen

 

Sie finden in der DORFGALERIE wunderschöne Mode für die Brautjungfern aus unserer Joyvita-Kollektion (fair produziert in unsereren Werkstätten in Indien).

Einkaufsreise in Indien – die Begegnung mit den Affen

Meine Einkaufsreisen in Indien sind immer eine Herausforderung. Beweglichkeit im Denken und Handeln ist gefragt. Und hierbei hilft rationelles Denken allein selten. Wachsamkeit ist viel wichtiger. Was mich immer wieder verblüfft und zugleich fasziniert ist die Freiheit, die Tiere in diesem Land genießen.

Besonders beeindrucken mich die vielen Affen überall, vor allem auf den schönen Plätzen, wo Touristen sich gerne aufhalten. Die Affen sind so putzig, spielerisch, springen herum und sind immer in Bewegung. Ungeheuer charmant sind die Affen-Mütter mit ihren kleinen Babies. Affen sind genauso verrückt nach ihren Babies wie wir Menschen.

Für Fotografen gibt es viel zu tun, denn diese völlig verspielten Tiere vertragen in keiner Weise Langweile. Sie sind maßlos neugierig. Daraus entstehen immer wieder lustige Situationen. Die Affen können aber auch aggressiv werden, und wenn sie einem auf die Pelle rücken, muss man vorsichtig sein und darf die Tiere keineswegs verletzen. Und Gott bewahre, wenn Sie mit Ihrem Fahrzeug einen seiner Vertreter auf der Straße treffen und gar töten sollten. Das bedeutet nicht nur ein böses Karma. Denn die Affen gehören in Indien zu den heiligen Tieren.

 

 

 

Die Affen werden als göttliche Wesen verehrt und repräsentieren Hanuman, eine der höchsten Gottheiten des Hinduismus. Der Affengott Hanuman hat eine wichtige Aufgabe. Er wartet auf den Aufruf, Indien zu retten, wenn Gefahr droht, und kann das Land blitzschnell durchqueren (gemäß den Schriften).

 

Das moderne Indien, besonders die Städte, kommt mit diesen niedlich, heiligen Tieren nicht mehr zurecht. In der Sicherheit der Stadt haben sie keine natürlichen Feinde und können sich ohne Probleme vermehren. Außerdem, mit dem Status, den sie genießen, haben sie keinerlei Erschwernisse sich zu ernähren.

Wenn es eine Nahrungs-Knappheit gibt, sind sie schlau und können schnell handeln. Sie dringen in Häuser und Autos ein und stehlen einfach alles, was sie brauchen. Eigentlich ist Stehlen hierfür nicht der richtige Ausdruck. Sie bedienen sich, denn als Stellvertreter einer Gottheit nutzen sie ihre Rechte.

 

 

Touristen bleiben nicht verschont von der Schattenseiten der aggressiven Attacken der Affen. Ihnen gegenüber schwankt man ständig in einer Dualität der Gefühle. Nicht weil sie eine Gottheit vertreten, sondern weil sie so süß sein können. Es fällt einem schwer, sich längere Zeit über sie zu ärgern.

 

In Delhi, einer Stadt, die sich schnell modernisiert, werden die vielen Affen zu einem großen Problem. Da kann es wirklich zu viele von den Gottheiten geben. Folgend ein sehr gutes Video, das die Problematik mit einem gewissen Humor zeigt. Aber auch begreiflich macht, wie schwer es für die Inder ist , das Problem einfach zu lösen: Einfach alle Affen aus der Stadt zu verbannen. Ein schlechtes Gewissen gegenüber einer Gottheit, die man verehrt, nimmt man nicht so einfach in Kauf.

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Textil-Einkaufsreisen in Indien – Erfahrungen mit den heiligen Kühen

Bei meiner ersten Reise nach Indien hat es mich sehr überrascht zu erleben, wie eine Kuh mitten auf einer viel befahrenen Straße ihren Mittagsschlaf machte. Die Autos und Rikschas haben sich ganz vorsichtig an ihr vorbei geschlängelt. Bald erfuhr ich, dass im Hinduismus viele Tiere, wie die Kuh auch,  Göttern zugeordnet sind. Die Kuh wird als heilig betrachtet und dementsprechend von religiösen Indern verehrt. Die Kuh darf sich daher unbehelligt auf den Straßen bewegen.

 

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Inzwischen verbietet jedoch in vielen Gemeinden ein Gesetz das Streunen der Kühe auf den Straßen. Wo vor einigen Jahren Rikschas als Haupt-Verkehrsmittel die Straßen beherrschten, hat sich jetzt fast überall in den Städten das Auto durchgesetzt. Die Kühe auf den Straßen verursachen gefährliche Probleme im Straßenverkehr, z.B. sind mir des öfteren Kühe auf stark befahrenen Autobahnen begegnet – ein Horror für Mensch und Tier!

Im Süden und im Osten von Indien ist man nicht so streng religiös, und so kann sich dort das Gesetz durchsetzen. In Nordindien wird die Religion ernster genommen. Hier hat die Kuh daher noch Vorfahrt.

 

 

Mode fair produziert - Einkaufsreisen

 

 

So charmant ich es in Indien erlebe, einer Kuh auf einem Gehweg zu begegnen, bin ich mir doch sehr bewusst, was alles an Tierquälerei mit diesen Kühen passieren kann. Indien hat zwar ein sehr gutes Tierschutzgesetz, danach dürfen zum Beispiele keine Kühe, Kälber oder Büffel unter 16 Jahren getötet werden (in manchen Staaten in Indien gar nicht). Aber leider werden diese Gesetze natürlich auch missachtet und viele Nicht-Hindus haben ohnehin eine andere Glaubensauffassung. Die Kuh ersetzt häufig auch Indiens Straßenreinigung – ich war überzeugt davon, daß indische Kühe einen extra Magen zur Plastik-Verdauung haben! Aber so ist es leider nicht. Sie werden durch das Fressen von Plastik-Tüten schmerzhaft krank.

 

 

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Textil-Einkaufsreisen in Indien – Erfahrungen mit den heiligen Kühen

 

 

Tierschützer kümmern sich jetzt intensiv um verwahrloste Kühe und bringen sie in VSPCA- Tierheime. Diese Organisation hat ein besonders interessantes Projekt auf die Beine gestellt. Es zeigt, dass nutzlose, alte und schwache Kühe durchaus einen Wert haben. VSPCA hat „Kindness Farms“ als Vorzeigebetriebe und Prototyp eines neuen Bauernhofes entwickelt. Hier wird Kuhdung und Kuhurin gesammelt und vermarktet. Kuhdung kann getrocknet als Feueranzünder und Energie (bei Biogasanlagen – hilft beim Kochen) verwendet werden. Natürlich auch als Kompost für den Anbau von Lebensmitteln. Der Urin wird in der Medizin verwendet.

 

Mode-fair-produziert

So ändert die Kuh „ganz langsam“ ihr unberechenbares Leben als Heilige (Nandu) zu einem als wertvoll angesehenen Tier.

 

mode fair produziert - meine Einkaufsreisen

Informationen zu den Projekten des VSPCA-Tierschutzvereins und seiner Aktivitäten: http://www.netap.ch/en/activities/support-for-animal-shelters/india/kindness-farm

 

 

 

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Meine Einkaufsreise nach Indien

 

Vor ein paar Tagen bin ich von meiner diesjährigen Reise nach Indien zurück gekommen. Ich habe wunderschöne Stoffe für die Sommerkollektion entdeckt, die für unsere Röcke ideal sind. Ich freue mich schon sehr, die Kollektion auf der Trendset-Messe im Januar zu präsentieren.

Ich war einige Tage in unserer Werkstatt in Südindien. Es sind jetzt 42 Damen bei uns beschäftigt, die alle sehr stolz auf Ihre Arbeit sind.

 

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Mode fair produziert – Indien und die Kraft der Farben in der Kleidung

Gerade bin ich dabei, meine nächste Einkaufsreise nach Indien zu planen. Ich freue mich so  auf die Farbenpracht, der ich überall in Indien begegne. Auf meinen Reisen in Indien habe ich die prächtigsten Paläste und grandiosesten Denkmäler besucht und in den schönsten Hotels übernachtet. Aber die größten Genüsse für meine Augen erlebe ich durch die Farben, die man überall im Alltagsleben von Indien sieht. Ob es ein Ausflug zum Markt ist,  oder während einer einfachen Fahrt mit dem Bus, überall ist diese Explosion von Farben zu erleben.

 mode fair produziert - maxiröcke

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